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Hochwasser & Retentionsflächen

Retentionsflächen:

Nach den ursprünglichen Vorstellungen des Landes hätten die Retentionsflächen in Kundl/Radfeld von derzeit 3.1 Millionen Kubikmetern auf 7.8 Millionen Kubikmeter aufgestockt werden sollen, um die beim Dammbau in Wörgl wegfallenden Retentionsflächen zu kompensieren. Das Bauprojekt, so der weitere Plan des Landes, sollte im Rahmen eines regionalen Wasserverbandes der Gemeinden Kundl, Münster, Brixlegg, Rattenberg, Radfeld, Breitenbach und Wörgl abgewickelt werden.

Um das Retentionsvolumen zwischen Kundl und Radfeld aufstocken zu können, wären bis zu 4 Meter hohe Schutzdämme um die betroffenen Häuser und Höfe notwendig. Bei vielen Betroffenen ist dies eine Frage der Existenz und aus unserer Sicht daher völlig inakzeptabel. Zudem sehen wir - seitens „Anton Hoflacher und seines Teams“ – nicht ein, dass die Gemeinden Kundl und Radfeld alleine 22% des Retentionsvolumens Tirols bereitstellen sollen.

Diese Position vertraten wir bei den regelmäßigen Treffen mit dem Land und den Nachbargemeinden sehr resolut.

Das Land war daraufhin sehr bemüht, die Vergrößerung der Retentionsflächen technisch zu begründen. Künstliche Retentionsräume, die ab einem bestimmten Pegel gezielt geflutet werden, sind - so die Argumentation - gegenüber natürlichen Retentionsflächen effizienter: Mit der Flutung trockener, großvolumiger Retentionsbecken kann der Pegel des Inns über einen relativ langen Zeitraum gehalten und damit Überflutungen Innabwärts vermieden werden. Natürliche Retentionsräume hingegen werden schon bei relativ niedrigem Hochwasserpegel nach und nach angefüllt und stehen beim Höchststand des Inns nicht mehr im vollen Umfang zur Verfügung.

Zudem hat das Land eingeräumt, sich anfangs nur auf das Retentionsgebiet Kundl/Radfeld beschränkt zu haben. Mittlerweile hat es 2 weitere Retentionsflächen identifiziert, die sich ausbauen lassen. Damit ließe sich das Retentionsvolumen in Kundl/Radfeld drastisch reduzieren. Um wieviel wissen wir noch nicht genau, da bei der noch ausstehenden Berechnung berücksichtigt werden muss, dass sich die Niveaus der Retentionsflächen gegenseitig beeinflussen.

Zumindest ist das Horrorszenario 4 Meter hoher Schutzdämme, das laut der Experten des Landes durchaus reell war, vom Tisch. Nun erscheint auch eine Annäherung in den Detailfragen möglich.

 

Hochwasserschutz in Kundl

Im Februar dieses Jahres reichte die Marktgemeinde Kundl ihr eigenes Hochwasserschutzprojekt ein, um das Gewerbegebiet am Gießen und die Häuser entlang des Inns bis zur Kundler Ache zu schützen. Durch die Errichtung von Dämmen und die teilweise Anhebung des Schmelzerweges soll verhindert werden, dass im Falle eines Inn-hochwassers der zurückstauende Gießen über die Ufer tritt.
Um auch das über die Autobahn einströmende Wasser abzuhalten, sind in dem Projekt Schutzwälle entlang der Autobahn mitberücksichtigt, die über die Autobahnkontrollstelle hinaus bis auf Radfelder Gemeindegebiet reichen.

Diesem Projekt sind aufwändige Planungsarbeiten vorausgegangen, bei denen die ASFINAG und die Wasserbehörde (BH Kufstein) eingebunden waren. Den für ein 100 jähriges Hochwasser prognostizierten Höchststand des Inns hat das Land während der Planungsphase nach oben revidiert, woraufhin sämtliche Einreichunterlagen nochmals überarbeitet werden mussten.

Im Gegensatz zum Dammprojekt in Wörgl kann die Marktgemeinde Kundl das für ihr Projekt erforderliche Retentionsvolumen selbst aufbringen ohne einer anderen Gemeinde zu schaden.

Die Wasserbehörde der Bezirkshauptmannschaft Kufstein schaffte es nicht, innerhalb ihrer Bearbeitungsfrist von 6 Monaten, einen Bescheid auszustellen, woraufhin die Marktgemeinde Kundl Anfang September 2015 eine Säumnisbeschwerde beim Landesverwaltungsgericht einreichte.

Der Hochwasserschutz ist uns, seitens „Anton Hoflacher und seinem Team, ein großes Anliegen, und wir werden uns bei diesem wichtigen Thema weiterhin für alle Kundler einsetzen!
Ein Kuhhandel – Bereitstellung von Retentionsflächen gegen die Genehmigung des Kundler Hochwasserprojekts – kommt für uns nicht in Frage!

 

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